Leserrezensionen

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Hybrides Projektmanagement – vergleichbar mit hybriden Fahrzeugen, die mit Knopfdruck zwischen Benzin- und Stromzufuhr wechseln? Also per Knopfdruck das Projekt klassisch bearbeiten und dann „klack“ umschalten auf agil und wieder zurück?

Nein: so lässt sich das im Projektmanagement nicht realisieren - „das Beste aus beiden Welten“ ist da schon treffender. Traditionelle Projektmanagementmethoden und somit auch eine langfristige Timeline da, wo es die Unternehmenskultur und/oder die Größe des Projektes fordert und agil und flexibel dort, wo es das Fachthema ermöglicht.

Es ist wohl nicht übertrieben, dem Autor Jürgen Kurz die Verbreitung der Idee des „Büro Kaizen“ in Deutschland zuzuschreiben. Mit seinem Buch „Für immer aufgeräumt“ hat er einen Klassiker geschrieben, der vielen Lesern einen Weg aufgezeigt hat, mit Papierstapeln und überquellenden Schubladen und Schränken Schluss zu machen. In seinem neuen Buch wendet sich der erfolgreiche Trainer mit seinem Co-Autor Marcel Miller der Arbeit im digitalen Zeitalter zu.

Es sind die klassischen großen Handlungsfelder, denen sich die Autoren gemeinsam annehmen: E-Mails, Terminplanung, Aufgabenmanagement, Nachhalten offener Vorgänge und die Datenablage. Jedem dieser Handlungsfelder ist nun ein eigenes Kapitel gewidmet, das in Frageform typische Problemstellungen beschreibt. Wie lässt sich bei der Ablage von E-Mails Zeit sparen? Was kann man tun, wenn man immer wieder lange auf die Antwort von Kollegen auf eine Nachricht warten muss?

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Wie interkulturelle Teams virtuell geführt werden

Nationalistische Parolen und Ressentiments gegenüber anderen Kulturen gewinnen in Europa aktuell bedauerlicherweise wieder an Boden. Eine den Bestrebungen in der Wirtschaft gegenläufige Tendenz, denn dort gehört die Zusammenarbeit mit Experten aus anderen Ländern vielfach zum Alltag. Was als „Offshoring“ in der Softwareindustrie vorangetrieben wurde, wird auch im Mittelstand gelebt. In internationalen Teams treffen unterschiedliche Kulturen und Mentalitäten aufeinander, die von Führungskräften unter einen Hut gebracht werden müssen. Und aufgrund der Digitalisierung mit ihren Möglichkeiten für Videokonferenzen und Webcasts begegnen sich die beteiligten Experten immer seltener persönlich. Hier ist also virtuelle Führung gefragt.

Diversität ist fruchtbar

Die erfahrene Autorin und Dozentin Connie Voigt hat einen ihrer Arbeitsschwerpunkte in der interkulturellen Kommunikation gelegt. Bereits das erste Kapitel ihres Buches setzt einen angenehmen Kontrapunkt zu den eingangs geschilderten Tendenzen, sich gegenüber anderen Kulturen abzuschotten. Sie hält ein leidenschaftliches Plädoyer, Diversität in Unternehmen zu fördern, um über den Austausch von Wissen mittels unterschiedlicher Denkweisen und Mentalitäten Innovationen zu fördern.

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Autorin: Petra Nitschke
Titel: Bildsprache II – Neue Formen und Figuren in Grund- und Aufbauwortschatz
Verlag: managerSeminare Verlags GmBH, Bonn
Jahr der Veröffentlichung: 2019
Seiten: 320
Preis: 49,90€

Manchmal sagen Bilder mehr als tausend Worte. Deshalb sind Flipcharts und Unterlagen mit Illustrationen bei Trainern, Dozenten und Lehrern sehr beliebt. Gerade Bildmaterial unterliegt aber häufig Copyrights, sodass es nicht unbedarft kopiert und weiterverwendet werden darf. Eigene Motive zu erstellen heißt dann die Devise, was so manchem Trainings-Profi die Schweißtropfen auf die Stirn treibt.

Guter Rat muss in diesem Falle gar nicht so teuer sein, wie das Buch „Bildsprache II“ von Petra Nitschke beweist. Auf 320 Seiten stellt die Autorin eine Vielzahl an Illustrationen zur Verfügung, die sie in vier Hauptkategorien unterteilt: 1. Formen Grundwortschatz 2. Formen Aufbauwortschatz, 3. Figuren Grundwortschatz und 4. Figuren Aufbauwortschatz

3d druck

Viktoria Hammon
Konflikte auflösen

Das Prinzip der 5 Fragen
BusinessVillage Verlag 2018
212 Seiten
Euro 9,95 (eBook EURO 9,95) 

Mein erster (Vor-)Gedanke, als ich den Titel das erste Mal las und kurze Zeit darauf das Buch in Händen hielt und durchblätterte: „Nunja, so wirklich viel Neues wird es nicht enthalten.“ Im Nachhinein kann ich nun sagen: „Gut, dass ich nicht auf meinen ersten Vor-(Urteils)-Gedanken gehört habe, obwohl ich einerseits ganz viel bekannt-vertrautes entdeckt habe und andererseits eine spannend-interessante Neu-Zusammensetzung dieser vertrauten Elemente gefunden habe ;-) – doch der Reihe nach.