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Aus- und Weiterbildungen mit ECTS-Punkten

Fragen - und eine (neue) Antwort

Melanie Eckart und Michael Steig

„Ein Pünktchen hier - ein Pünktchen da“, wer könnte dazu schon NEIN sagen, wenn ein Bachelor- oder Masterabschluss damit schneller zu erreichen ist. Das European Credit Transfer System (ECTS) wurde entwickelt, um die Anrechnung der an Hochschulen erbrachten Studien- und Prüfungsleistungen transparenter zu gestalten. Jeder ECTS-Leistungspunkt entspricht in Deutschland 30 Unterrichtsstunden (Workload). Das können Präsenzzeiten oder auch ergänzende Eigenleistungen (Selbstlernzeiten) sein.

Wie man sich von der Scharr der Anbieter abheben kann

Wir als Trainer sind selber immer mal wieder als Teilnehmende in Weiterbildungen unterwegs. Wir wählen unsere Anbieter aufgrund von Erfahrungsberichten, persönlichen Kontakten oder der ausgewiesenen Fachexpertise eines Anbieters aus. Mal ehrlich – wer von uns schaut nach Fördermöglichkeiten und der Chance auf Bildungsurlaub? Zwei Vorteile, die mit einem Qualitätszertifikat den Teilnehmern angeboten werden könnten und deren Entscheidung für unsere Veranstaltung sicherlich unterstützen würde. Wer sein Angebot noch attraktiver machen und sich aus der Scharr der Anbieter abheben möchte, kann das jetzt mit ECTS-Creditpoints realisieren.

ISO 9001-Zertifikate sind für ECTS-Punktevergabe die
Voraussetzung

Das Thema ECTS-Punkte ist nicht neu im TrainerJournal. Der DVWO (Dachverband der Weiterbildungsorganisationen e.V.) hat über Jahre das Workload-Verfahren vorgehalten und ECTS-Zertifikate ausgestellt. Bildungsanbieter mit einem ISO 9001-Zertifikat waren bisher allerdings außen vor. Für potenzielle Interessenten gab es bisher auch keine „Vorab-Prüfung“, um die Sinnhaftigkeit eines ECTS-Punkteverfahrens zunächst low-budget zu klären. Das ist jetzt anders.

Mit ECTS-Punkten die eigenen Trainings aufwerten

Barbara Messer – eine Kollegin, die für Innovative Trainings und Horizont-Entdeckungsreisen steht, hat das Forum Trainity gegründet. Trainity versteht sich als Forum, Vordenker und Orientierungshilfe für zukunftsweisende Trainings, insbesondere der Symbiose digitalen und analogen Lernens. Die Trainerausbildung „Expert for innovative Trainings“ ist einmalig, wenn es um Trainingsperformance geht. Barbara Messer ist seit jüngster Zeit erste Besitzerin eines „Certificate of Equivalency“. Ihre Ausbildung „Expert for Innovative Trainings“ ist mit acht ECTS Credits und einem EQF Level 6 bewertet. Der EQF deckt acht Niveau-Stufen ab und beschreibt im Niveau 6 die Stufe „Meister, Fachwirt, Fachkaufmann u.a., gleichrangig mit Bachelor“.

Auch wenn der von ihr frisch ausgebildete Trainer die Punkte nicht sofort für einen Hochschulstudiengang nutzen will, so hat er sie doch schon mal „in der Tasche“. Für Barbara Messer, mit Ihrem Forum „trainity“, bedeutet das ECTS-Zertifikat die Chance, ihre Ausbildung in einem geeigneten Studiengang an einer Hochschule platzieren und damit aufwerten zu können.

Wer kann seine Aus- und Weiterbildungen mit ECTS-Punkten krönen?

Drei wesentliche Voraussetzungen sind zu erfüllen, um ein solches europaweit anerkanntes ECTS-Zertifikat zu erlangen.

  1. Sie sind ein Bildungsinstitut mit einem aktuell gültigen Managementsystem-Zertifikat (z.B. nach ISO 9001) oder Sie beabsichtigen ein solches anzustreben.
  2. Ihre verantwortlichen und/oder durchführenden Lehrkräfte können einen Hochschulabschluss nachweisen.
  3. Sie haben Ihr Bildungsformat in einem aussagekräftigen Curriculum verschriftlicht, die Niveaustufen des EQF/DQR implementiert und abschließend entwickelt, bzw. Sie beabsichtigen dieses.

Wie ist der Ablauf eines ECTS-Punkteverfahrens?

Beratung – Prüfung – Zertifikat. Diese drei Schritte müssen Sie gehen.

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Eine Beratung umfasst zunächst die Information zum ECTS-Punkteverfahren. Durch eine Vorab-Prüfung klärt sich, ob die Einstiegsvoraussetzungen gegeben sind und welche Kosten insgesamt durch Prüfung und Zertifikatvergabe auf den Interessenten zukommen. Kostenabhängige Faktoren sind beispielsweise

  • der Umfang des Bildungsformates – relevant für die Prüfung,
  • die Anzahl der Bildungsformate – relevant für Zertifikatvergabe,
  • die Einführung eines noch nicht vorhandenen Management-Systems – relevant für Beratung und Zulassung zur ECTS-Prüfung.
  • Die beschriebene ECTS-Prüfung wird durch zugelassene Prüfer des europäischen Hochschulverbundes UNIES (University Institut for International and European Studies) in Delitzsch (D), Kerkrade (NL), Katowice (PL) und Rom (I) durchgeführt. Die Prüfung
    erfolgt auf Dokumentenbasis. Das ECTS-Zertifikat erstellt ebenfalls die Hochschule UNIES. Es ist maximal drei Jahre gültig, da es an die Gültigkeit eines Zertifikats für ein Managementsystem z.B. nach ISO 9001, gekoppelt ist. Das gesamte Verfahren wird über die IQS-Cert in Deutschland abgewickelt.

Lohnt sich die Investition?

Diese Frage muss natürlich geklärt werden, um eine vernünftige Entscheidung treffen zu können. Dazu legen wir das Trialektik-Modell von Gerhard Schwarz (siehe Abb.) zugrunde. Er betrachtet die drei Megatrends „Globalisierung, Ökonomisierung und Digitalisierung“. Wir zeigen mit dem Schaubild auf, dass diese Prinzipien im ECTS-Verfahren mit „Gesetzesgerecht“ (EQF/DQR), „Leistungsgerecht“ (unabhängige Prüfungen) und „Bedarfsgerecht“ (Mehrwert für Einrichtungen und Teilnehmer) nicht im Widerspruch sondern vielmehr in Ergänzung zueinander stehen.

IQS-Cert

Die IQS-Cert – International Quality Standards Certification – ist eine internationale Zertifizierungsgesellschaft mit Sitz in Breslau (Polen). Seit September 2018 ist die IQS-Cert (ewiv) auch in Deutschland mit Zertifizierungen nach ISO 9001 (Qualität), ISO 27001 (Informations-Sicherheit) und ISO 21001 (Educational Management System) sowie Gesundheitswesen vertreten.

Falls wir Ihr Interesse geweckt haben um mehr über das neue Verfahren zu erfahren, senden Sie bitte Ihre Anfrage direkt an Melanie Eckart oder Michael Steig über folgende Mailadresse:

kontakt@ects-begutachtung.de

Die Autoren:

Melanie Eckart

Dipl. Sozialarbeiterin/Sozialpädagogin, Unternehmerin seit 2001. Schwerpunkte ihrer Arbeit: Beratung, Seminare, Coachings und Audits zum Qualitätsmanagement im Gesundheits-/Sozial- und Bildungswesen, Fachbuch-Autorin; QM-Koordinatorin für das TTD seit 2009, Mitglied der DVWO ECTS-Prüfungskommission bis 2017. Ihr QManagement ist seit 2010 zertifiziert nach ISO 9001.

Michael Steig

Dipl.-Ing., Dipl.-Päd.,Unternehmer seit 1993, Direktor Zertifizierung Deutschland der IQS-Cert.

Schwerpunkt seiner Arbeit: Beratung, Seminare, Audits zum Qualitätsmanagement in der Industrie, der Energiewirtschaft und im Bildungswesen (ISO 9001 und ISO 27001), Fachbuch-Autor, Präsident des Bundesverbands der Auditoren e.V.

Mehr …

Demnächst – erfahren Sie mehr unter

  • www.unies.eu
  • www.ects-begutachtung.de
  • www.eckart-qm.de
  • Literatur: (M. Eckart/M. Steig) „ECTS-Äquivalenz-Prüfung – der Weg zur ECTS-Äquivalenz-Prüfung für Bildungseinrichtungen und deren Bildungsformate auf Basis eines Managementsystems nach ISO 9001. Handlungsempfehlungen“ – geplante Veröffentlichung im Januar 2019

 

Bildnachweis: Melanie Eckart; Michael Steig 

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