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Blended Learning (4)

So verkaufst du dein Blended Learning erfolgreich

Laura Evers

Trainer, die jetzt mit Blended Learning starten wollen, stehen nicht nur vor der Herausforderung, Inhalte und Kurse zu erstellen. Mit dem neuen Konzept steht auch die Frage im Raum: Wie verkaufe ich mein Blended Learning? Im Artikel findest du wertvolle Tipps zu Marketing, Preisgestaltung und Verkaufsargumenten.

Als selbstständiger Trainer vereinst du alle Unternehmensbereiche in einer Person: Produktentwicklung, Marketing, Vertrieb, Finanzen. Mit deinem ersten Blended Learning entwickelst du ein neues Produkt für deine Zielgruppe. Doch einfach nur ein neues Konzept zu haben garantiert dir keinen Verkaufsschlager. Damit sich Blended Learning für dich auch finanziell lohnt, musst du auch Marketing und Vertrieb anpassen

Trainer, die mit Blended Learning starten, stellen daher vor allem drei wichtige Fragen:

  1. Wie entwickle ich ein neues Marketing-Konzept?
  2. Wie viel kann ich für mein Blended Learning verlangen?
  3. Wie kann ich meine Kunden von Blended Learning überzeugen?

Alle drei Fragen sind wichtig, um dein Blended Learning erfolgreich zu vermarkten: Ein gutes Marketing-Konzept ist dein “roter Faden” für die Außenkommunikation. Der Preis ist eine Abwägung, die die Basis für deinen Vertrieb wird. Und die richtigen Argumente entscheiden darüber, ob dein Blended Learning ein Erfolg wird, oder ein kleines Nebenprodukt.

1. Wie entwickle ich ein neues Marketing-Konzept?

Hand aufs Herz: Marketing steht im Trainerleben oft nicht an oberster Stelle der Prioritätenliste. Dabei ist es das Fundament, auf dem du deine Verkäufe letztlich aufbaust. Ein eigenes Marketing-Konzept ist also unerlässlich.

Die folgenden 7 Fragen helfen dir dabei, dein (neues) Konzept zu entwickeln. Im Folgenden findest du eine kurze Übersicht, ausführlich kannst du alle Fragen im Artikel “In 7 Schritten zum erfolgreichen Marketing-Konzept für Trainer” nachlesen.

 

blinkit Infografik Marketing Konzept für Trainer

Hast du diese sieben Fragen für dich beantwortet, hast du bereits ein einfaches Marketing-Konzept: Du weißt, was du deinen Kunden mit dem Blended Learning bietest, wie und wo du sie erreichen kannst und was dein Ziel ist. Um dein neues Produkt auch finanziell erfolgreich zu machen, brauchst du nun noch eine passende Preisgestaltung und Argumente, die deine Kunden wirklich überzeugen.

2. Wie viel kann ich für mein Blended Learning verlangen?

Blended Learning kann sehr unterschiedlich sein. Die Preisgestaltung ist abhängig von deinem Konzept. Die folgenden Punkte solltest du bei deiner Preisgestaltung einbeziehen:

  • Die Dauer (8-wöchiger Kurs vs. ein einzelnes Fotoprotokoll)
  • Die Intensität (täglich Impulse vs. einmal pro Woche)
  • Die Qualität (individuelle Videos gedreht vs. Standard-Unterlagen hochgeladen)
  • Die Kommunikation mit dem Kunden (wie verkaufst du den Mehrwert?)
  • Die Investition (beispielsweise laufende Kosten für die gewählte Plattform)

Grundsätzlich hast du drei Möglichkeiten für die Preisgestaltung:

  1. Du gehst vom Tagessatz aus. Für den Tagessatz gibt es Empfehlungen, beispielsweise vom BDVT. Orientiere dich daran, wie viele Präsenzphasen dein Blended Learning hat. Da deine Online-Begleitung zusätzlichen Mehrwert bietet, kannst du einen Aufschlag berechnen, beispielsweise +20%.
  2. Du ersetzt Präsenz durch Online-Zeit. Der Preis für ein 3-Tages-Seminar wäre also identisch mit dem Preis für ein Blended Learning mit 1-Tages-Seminar plus Vor- und Nachbereitung im Online-Kurs. Der Vorteil: Der Preis für den Kunden bleibt gleich, während du Zeit sparst.
  3. Du entwickelst ein eigenes Preismodell: Das setzt eine gute Kenntnis über deine Zielgruppe/Kunden und ein gewisses Verhandlungsgeschick voraus. Hier kannst du stark individuell je nach Kunde entscheiden, beispielsweise abhängig von der Teilnehmerzahl im Online-Kurs.

Hast du einen Preis festgelegt, mache abschließend noch mal die Prüfung anhand deines Marketing-Konzepts: Kannst du mit diesem Preis und der erhofften Verkaufszahl dein Jahresziel erreichen? Wenn die Antwort positiv ist, musst du im letzten Schritt nur noch deine Kunden überzeugen.

3. Wie kann ich meine Kunden von Blended Learning überzeugen?

Dass Blended Learning ein neues Konzept ist, ist im Zweifel kein starkes und vor allem kein alleiniges Argument für deine Interessenten. Für deine Kunden steht der Mehrwert deines Angebots im Mittelpunkt. Dein Fokus bei der Vermarktung deines Blended Learnings liegt also auf der Frage: Was hat der Kunde für Vorteile von deiner Online-Begleitung?

  1. Umsetzung erhöhen: Durch kurze Lernimpulse im Online-Kurs werden Teilnehmer regelmäßig an die Inhalte erinnert und setzen sie im Alltag eher um.
  2. Präsenzzeit besser nutzen: Wenn die Vorbereitung online stattfindet, kann die wertvolle Präsenzzeit besser für Übungen und Fragen genutzt werden.
  3. Weniger Ausfallzeit: Lernen findet viel im direkten Arbeitsalltag statt und (je nach Blended-Learning-Konzept) weniger im Schulungsraum.
  4. Motivation erhöhen: Ansprechende Inhalte und Übungen im Online-Kurs machen die Teilnehmer neugierig auf die Präsenzzeit und das Gesamtkonzept.
  5. Fortschritte sehen: Im Online-Kurs kannst du als Trainer, ebenso wie Verantwortliche in Unternehmen, die Lernfortschritte jederzeit genau verfolgen.
  6. Transfer anstoßen: Durch den persönlichen Kontakt in der Präsenz kannst du Teilnehmer besser motivieren, Transferübungen im Online-Kurs zu absolvieren.
  7. Individuelle Förderung: Du kannst den begleitenden Kurs jederzeit auf die Bedürfnisse der jeweiligen Lerner anpassen, z. B. Inhalte ergänzen oder kürzen.

Alle Argumente, Beispielsätze für Verkaufsgespräche, Vorteile für Teilnehmer und für dich findest du zusammengefasst in der kostenlosen Übersicht 7 Verkaufsargumente für deine Online-Begleitung.

Damit sind wir am Ende dieser Artikelreihe angekommen. Im Laufe der letzten Artikel hast du gelernt, wie du ein passendes Thema für Blended Learning auswählst und wie du deine Trainingsinhalte einfach digitalisierst. Außerdem hast du eine Vorlage für dein eigenes Konzept erstellt und nun eine Verkaufsstrategie entwickelt

Im blink.it-Blog findest du außerdem viele weitere Tipps für Trainer und Praxisbeispiele zu Blended Learning mit der blink.it-Lernplattform. Nutze dieses neue Wissen, um jetzt mit deinem eigenen Blended Learning zu starten. 

Die Autorin: 

Laura Evers ist Soziologin und seit 2018 Online-Redakteurin für die Schwerpunkte E-Learning und Blended Learning bei blink.it. Unter dem Leitsatz “Nur wenn du etwas gern tust, wird es wirklich gut!” beschäftigt sie sich vor allem mit neuen Lernkonzepten, Lernmotivation und digitalen Trends in der Erwachsenenbildung.

 

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Bildnachweise: Laura Evers; blink.it GmbH & Co KG

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