abkehr von der gendersprache in politik verwaltungen bildung und gesetzgebung jetzt 1657018821 tablet Bernd Zeller

Gender-Diskussion

Sprache als Grundlage gesellschaftlichen Miteinanders

Veränderungen unserer Sprache und die Folgen

Viel zu oft machen wir einfach mit, wenn sich etwas Neues ergibt, ohne lange darüber nachzudenken. Mit manchen Themen sollte man sich aber doch eingehender beschäftigen und sich eine fundierte eigene Meinung bilden. Wir wollen mit dieser Veranstaltung einen Beitrag leisten zum gesellschaftlichen Willensbildungsprozess hinsichtlich des Themas Gender-Sprache. Mach mit und bilde Dir (d)eine Meinung.

Schon seit der Antike wissen wir, dass man mit Redekunst (Rhetorik) Aufmerksamkeit lenken, seine Zeitgenossen überzeugen und begeistern, oder aufwiegeln kann. In der Weiterbildungsbranche ist Sprache das zentrale Kommunikationsmedium. Wir haben keine Wahl, können „nicht nicht kommunizieren“.

In den letzten Jahren hat sich die öffentliche Kommunikation stark verändert. Moralische Appelle vernebeln in zunehmendem Maße die sachliche Seite von inFORMationen. Auf der Ebene von Beziehung und Selbstaussage treten identitäre Distinktionsmerkmale wie Geschlecht, Hautfarbe, Herkunft und Weltanschauung in den Vordergrund und verschaffen oder verhindern Zutritt in den öffentlichen Debattenraum.

Die sogenannte Gendersprache will sich als höherer moralischer Sprachstandard etablieren. Auch die Weiterbildungsbranche ist in verschiedene Lager gespalten, denn die Sprache selbst - das wichtigste Medium zum Lösen von Problemen und vielleicht die letzte große Klammer einer gesellschaftlichen Normalität - ist zum Problem geworden. 

Wenn Kommunikation eine Operation ist, die soziale Systeme erzeugt und erhält (Luhmann), dann liegt die Entscheidung bei uns, mithilfe der Sprache ein Schwingungsfeld zu ermöglichen, das gegenseitige inFORMation zulässt. Die natürlich gewachsene Sprachökonomie hilft u. a. dabei, die Zumutung der Denk- und Redefreiheit handhabbar zu machen. Sprechen und Denken sind körperliche (Stoffwechsel-)Prozesse. Wenn man bedenkt, dass sowohl Machtpolitk als auch Selbstbeherrschung auf denselben Körper zielen, muss der Mensch erst recht reden, wie es der Stoffwechsel hergibt, denn »Sauberkeit ist aller Laster Anfang!« (Treusch-Dieter)

Wer will eigentlich „gendern“ und wer nicht? Was steckt dahinter, und was kann Sprache überhaupt? 

Diesen u. a. Fragen wollen wir nachgehen und nicht zuletzt Erfahrungen mit Sprache austauschen.

Mehr zur Position der Kritiker von überzogener Gender-Sprache siehe hier...

 

 

 


Bildnachweis: Bernd Zeller; Sabine Mertens

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