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Und es tut gar nicht weh!

 Katrin Seifert

Geschafft, aber auch stolz schließe ich die Tür hinter der Gutachterin, Helga Scholz vom DVWO und ihrer Coachee, Dr. Doris Hafner vom BDY. Wir hatten einen intensiven Tag miteinander verbracht, geprüft, diskutiert und gelacht. Das schönste Lob war am Ende für mich die Äußerung nach meiner Trainingseinheit von Frau Dr. Hafner: „Ach, am liebsten würde ich jetzt weitermachen!“. Ich hatte sie also neugierig auf meine Arbeit machen können. Was könnte einer Trainerin Besseres passieren?

http://www.trainertreffen.de/index.php/qualitaet-allgemein/6871-und-es-tut-gar-nicht-weh

Aber ehe es dazu kam, war einiger Schweiß geflossen und manches Haar beim Raufen verloren gegangen. Doch um hier gleich Ängste abzubauen: 

  • Es lohnt sich. 
  • Es ist schaffbar. 
  • Und es macht stolz.
     

Es lohnt sich

Der Bildungsmarkt wird immer unübersichtlicher. Durch Veränderungen bzw. auch Eingriffe durch staatliche Institutionen drängen immer mehr Bildungsanbieter auf den Markt. Dazu kommt, dass ich selber aus einer Region komme, Brandenburg, die fördermittelaffin ist. Seitdem ich kaum noch bundesweit, sondern vor allem hier vor Ort arbeite, werde ich mit dieser Problematik konfrontiert. Bei Präsentationen in Firmen wird immer wieder nach Fördermitteln gefragt. „Normale“ Marktpreise sind kaum noch zu erzielen. Die Firmen gehen mit einer Selbstverständlichkeit davon aus, dass sie Bildung geschenkt bekommen. Und der Staat macht mit. Er versucht auszusortieren, indem er Zertifizierungen als Qualitätskriterien ansetzt.

Ich habe mich lange gegen diese Zertifizierungswut gesträubt, denn ich bin sehr gut ausgebildet. Das hat sich mein ganzes Trainerleben lang gezeigt. Und ich verfüge über Zusatzqualifizierungen XXL. Ich agiere als Trainerin seit 20 Jahren am Markt. Damals gab es noch nicht diese EU-basierten Qualifizierungen. Und so gelten all meine Qualifizierungen und Zertifizierungen scheinbar erst einmal nichts mehr. Das hat mich herausgefordert.
Da ich immer wieder mit Kooperationspartnern zusammen arbeite, suchte ich nach einer Zertifizierung, die dann auch auf sie übertragen werden konnte, wenn sie im Namen meiner Firma arbeiten. Die Zertifizierung sollte also nicht nur personenbezogen wirksam sein.

Auf den letzten beiden didactas beobachtete ich die Entwicklung. Ausschlaggeben für mich war, dass einerseits die LASA, das ist die Institution in Brandenburg, die die Fördermittel ausgibt, mir die DVWO-Zertifizierung empfahl, und andrerseits ich bei der diesjährigen didacta auf Melanie Eckart, QM-Koordinatorin beim DVWO,  und Helga Scholz, Hauptgutachterin beim DVWO, gestoßen war, die mir noch einmal das Prozedere erklärten und mich bestärkten, mich dieser Prüfung zu stellen.

Aber noch wichtiger für mich war, dass ich wieder auf zwei Firmen getroffen bin, die mich nach Fördermitteln fragten. Die LASA gibt sie aber nur für zertifizierte Bildungsträger heraus. Also nahm ich es sportlich und stellte mich dieser Herausforderung.

Es ist schaffbar!

Auf der didacta erwarb ich die DVD von Helga Scholz und Bettina Walker zum „Qualitätsmanagement“. Diese DVD erwies sich später als Schatz. Aber zu Beginn überforderte sie mich. So legte ich sie erst einmal beiseite.

Zum Glück hatte ich mich beim Webinar von Melanie Eckart, M. Eckart QManagement, zur Weiterbildung zum QM-Beauftragten DVWO angemeldet. Es startete am 18.08.11 und lief dann wöchentlich. Vordergründig stand bei mir nicht die Ausbildung, sondern eher die Hilfe zur Selbsthilfe. Und so kam es dann auch: Schritt für Schritt half Melanie Eckart, die Hürden abzubauen. Ich kann dieses Webinar also all jenen empfehlen, die sich einer Zertifizierung stellen, aber im Prozess eine gute Begleitung haben wollen. Allerdings ist bei Teilnahme auch ein gewisser Zeitfonds und Disziplin von Nöten. Es reicht nicht, einfach nur das Webinar mitzumachen. Wer nicht den Aufwand mit dem Webinar betreiben will, dem biete ich als DVWO QM-Beauftragte ab sofort natürlich auch meine Dienste an. Mir selber hat die Unterstützung durch Melanie Eckart sehr wohl getan. Ich baute innere Hemmnisse ab, zerlegte den riesigen Berg in kleinere Hügel und hatte am Ende auch jemanden, der sich mit mir über meinen Erfolg freut.

Dazu kam, dass ich vor dem externen Audit noch ein internes Audit zu bewältigen hatte. Das interne Audit ist wie eine Vorprüfung. Doch durch das Webinar waren wir gut vorbereitet. Die Auditorin erfragte die Aufbauorganisation. Das sind alle Dokumente, die zum QM-System gehören (bei mir an die 70!). Das war richtig Stress! Aber umso leichter fiel mir dann die externe Auditierung. Die erschien mir im Vergleich zum internen Audit sogar „locker“. Meine Botschaft an alle, die sich noch trauen wollen: Keine Angst, es ist zu schaffen! Einen großen Anteil trug auch die Gutachterin, Helga Scholz, mit ihrer sympathischen Art dazu bei. Sie führte schnell zu einer entspannten Atmosphäre. Neben der Aufbauorganisation wurde im 2. Teil auch die Ablauforganisation geprüft. Hier galt es Nägel mit Köpfen zu machen, d.h. Curricula, die man erstellt hatte, mit Leben zu füllen. Ich griff dabei auf mein geschlossenes Curriculum „Potenziale fis(c)hen!“ zurück. Geschlossen deswegen, weil ich dieses Seminar schon x-mal durchgeführt habe und es dadurch für mich ein Standard-Seminar war. Das Wesentliche bei der DVWO-Qualifizierung ist, dass man als Weiterbildner mit Taxonomiestufen im Curriculum und auch vorher bei der Bedarfsermittlung arbeitet. Dieses konnte ich nachweisen. Seitdem steht bei mir immer die Kompetenz-Pyramide auf dem Schreibtisch. Die Aufbauorganisation ergab bei mir 96,5%. Ich fand das Klasse. Es gab von Seiten der Gutachterin nichts zu beanstanden, sondern nur einige Empfehlungen, denen ich unmittelbar nach dem Audit folgte. So konnte im offiziellen Gutachter-Bericht vermerkt werden: Bereits erfüllt!

Und es macht stolz!

Für die Ablauforganisation (Praxisnachweis) hatte ich für meine beiden Gutachterinnen eine Überraschung vorbereitet. Die ganze Zeit vorher hatten wir in meinem kleinen Homeoffice gesessen. Nach ein paar überleitenden Worten geleitete ich sie in einen größeren Raum. Diesen hatte ich ihn zum Seminarraum umfunktioniert: Der Flipchart mit Begrüßungsplakat etc. war aufgebaut. Vor ihm ein Zentrierungskreis mit Utensilien zum Seminar und darum noch die Stühle gruppiert. Vorher hatte ich noch passende Musik eingespielt, so dass Gutachter und Coachee mit Musik empfangen wurden. So kam es zum „Ahh!“ und „Ohh!“. Die Plakate, die sonst die Wände schmückten, hatte ich einfach über die Couch gelegt. So war erkennbar, wie ich einen Seminarraum gestalte.
Ich stieg mit einer Story zum Thema ein, leitete dann zu meiner Vorstellung über und eröffnete ein interaktives Kennenlern-Spiel, das alle begeistert ausprobierten.
Zugegeben, Helga Scholz machte es mir nicht einfach. Sie spielte nämlich einen unwilligen Teilnehmer mit unglaublich konservativen Ideen zur Mitarbeiterführung. Manchmal blieb selbst mir der Mund offen stehen bei diesen Attacken. Aber letztendlich konnte ich wertschätzend parieren. Und darauf kam es wohl an. Der Höhepunkt war für mich eine tränenlachende Gutachterin. Ja, es hat anscheinend allen Teilnehmern Spaß gemacht. Mir natürlich am meisten, war ich doch in meinem Element.
Genau wie nach der Aufbauorganisation ging die Gutachterin noch einmal alle Punkte zur Ablauforganisation durch. Volle Punktzahl erreicht! Ich war mächtig stolz!

Und zum Schluss…

Ich möchte allen Beteiligten danken, die mich auf diesem Weg begleitet haben. Denn ohne sie wäre ich noch nicht so weit und so schnell zu meinem Zertifikat gekommen! Hilfreich war insbesondere auch die Prozessbegleitung durch Melanie Eckart als QM-Koordinatorin. Sie war wie das Öl im Getriebe. Danken möchte ich auch meiner Kollegin Monika Lex, Fokus|Training, von der DGSL, die sich mit mir in diesen Prozess begeben hat. Der Austausch mit ihr hat mich auch immer wieder motiviert.

Und ich möchte darauf hinweisen, dass ich natürlich auch für interne Audits als Gutachterin zur Verfügung stehe. Gut ist, wenn im Gegenzug  dann zum Ende des nächsten Jahres meine interne Auditierung durchgeführt wird. Es gibt dafür feste Sätze.

Wie habe ich es im Marketing umsetzen?

1. Ich verfasste einen Bericht über das interne Audit auf meiner Website,
2. berichtete auf meine Website über das externe Audit und
3. setzte mich in Szene mit Auszügen aus dem Gutachter-Bericht.

Aus stehen noch:

4. ein Bericht für das Trainertreffen Deutschland (was hiermit geschieht),
5. ein Vortrag auf der didacta 2012. Den können Sie am 17.02.11, 14:00 Uhr am DVWO-Gemeinschaftsstand erleben.
Wir sehen uns auf der didacta 2012! Ich freue mich auf Sie!

 

Katrin Seifert – Dipl.-Soz., ImageTrainerin und Coach, hat durch eine qualitätsorientierte Trainerausbildung bei Voss+Partner immer schon auf Qualität in ihren Angeboten geachtet. So arbeitet sie seit 20 Jahren mit Trainerleitfäden und Lernzielen. Ihre Erkenntnisse zur Imagearbeit veröffentlichte sie u.a. im Heragon-Verlag im Wissenskartenset „Image gestalten“ 2011. Für sie müssen inneres Image und äußeres Image eine Kongruenz bilden, damit Persönlichkeit und Firmen authentisch auftreten können. Im Coaching hilft sie, diese Stimmigkeit herzustellen. Durch „Potenziale fis(c)hen!“ erfahren Firmen den Zusammenhang von Einstellung – Motivation und Firmenimage.

 

Foto für den möglichen Einsatz:

Begutachtungsverfahren – entnommen einer Präsentation von Melanie Eckart

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