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Die Wahrheit über unterbewussten Stress

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Die Wahrheit über unterbewussten Stress

Viktoria Hammon

Werden Sie manchmal von negativen Emotionen übermannt und wissen dann nicht mehr ein noch aus … und tun dann genau das Falsche? Sie finden einfach keinen Ausweg aus dem Hamsterrad der Emotionen, obwohl Sie wissen, dass so das Unglück seinen Lauf nimmt?

Wie oft durchdenken Sie Vergangenes oder machen sich Sorgen über Versäumtes? Oft? Das sind nichts weiter als „Nachrichten“ von gestern mit negativer Wirkung: Sorgen ziehen Befürchtungen nach sich und enden im schlechten Gewissen.

Beispiel: Fahr vorsichtig!

Oft gehört, selber sicher auch schon oft gesagt. Ist das nun eine Ermahnung, ein Befehl oder die Angst, sich nicht wieder zu sehen? Schwer zu sagen, aber die wenigsten hören das gern.

Ehrlicher wäre zu sagen: „Fahr vorsichtig, denn ich habe Angst, dich zu verlieren.” Was macht aber den Gedanken an eine Autofahrt so gefährlich? So sehr, dass wir befürchten, uns vielleicht zum letzten Mal gesehen zu haben? Selten sind es eigene Erfahrungen. Die Angst, jemanden zu verlieren, rüttelt derart an tiefsten Verlustängsten, dass Logik und Verstand daran scheitern. Auf die Wirkung unterbewusster Stresskreisläufe gehe ich später ein.

Die Wahrheit über Stress

Zunächst einmal: Akuter Stress hält das Leben im Gleichgewicht. Wer sich durch etwas bedroht fühlt, kann sich auf seinen Körper verlassen. Er „weiß“, welche Kräfte jetzt zu mobilisieren sind, um die Notlage so schnell wie möglich zu beherrschen. Bedrohliche Situationen brauchen umgehendes Handeln. Die Energie liefert der Körper durch Ausschüttung von Adrenalin samt einer sehr komplexen Stresschemie. Genauer gesagt wird Energie im Körper dahin umverteilt, wo sie am meisten gebraucht wird: weg aus dem Gehirn, rein in die Extremitäten. Zusätzlich erhöht sich der Blutdruck, damit auch das Herz ordentlich pumpt. Ein Ausnahmezustand, der so natürlich nicht bleiben kann.

Die Wahrheit über unterbewussten Stress

Nach einer körperlichen Stresssituation geschieht das einzig richtige automatisch, wir atmen auf: „Ist ja noch mal gut gegangen!“ Bei seelischen Verletzungen, wenn jemand emotional getroffen ist, läuft es in der Regel anders ab. Es wird gehadert. Stellen Sie sich vor, Sie hätten sich gerade vor einem bissigen Hund gerettet und überschütten ihn nun mit Vorwürfen... Verrückt, oder? In persönlichen Beziehungen machen wir das aber oft. Verrückt, oder?

Verrückt ist, dass wir in Bezug auf äußere Gefahren bessere Reaktionen haben, als auf innere. Obwohl die Gefahren dieselben sind.

Merke: Nach jeder Stressbewältigung gibt es, biologisch gesehen, nur eine einzige gesunde Reaktion: bewusste Entspannung!

Das Phänomen eines unvollständigen Stresskreislaufs

Streitgespräche entstehen in der Regel durch Interessenkonflikte und enden sehr oft mit persönlichen Angriffen. Warum?


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Abb.: Der unvollständige Stresskreislauf: Wie unterbewusster Stress funktioniert

Der Körper unterscheidet nicht zwischen äußerer oder innerer Bedrohung. Und der Mensch selber? Er übergeht häufig den eigenen Gefahrenpunkt und versäumt es, sich seelisch „in Sicherheit” zu bringen. Wie ein Kaninchen wird auf die Schlange gestarrt, anstatt zu handeln.

Was passiert da? Angstbesetzte, nicht verarbeitete Erfahrungen sind unterbewusst in unvollständigen Stresskreisläufen eingeschlossen. Das macht sie zu einer kaum steuerbaren Quelle für Dauerstress.

Die gute Nachricht: Niemand ist generell an unterbewusste Vorgänge ausgeliefert!

Dauerstress erhöht zwar das Krankheitsrisiko, aber unterbewusster Stress sendet auch rettende Signale. Der Körper spricht die Sprache der Seele: der Klang der Stimme, samt ihren Untertönen z. B., vermittelt wertvolle Informationen. Auch genaues Hinschauen oder Hinhören, vermittelt viel über andere. Hinzuschauen und zuzuhören ist allerdings eine Kunst, die wir uns zurückerobern müssten.

In jedem Körper steckt eine Seele

Die Seele spricht mit uns durch den Körper. Haltung, Gesten und Blicke sind direkte Möglichkeiten miteinander zu kommunizieren. Wir wissen auch, dass die Gefühle im Körper zu Hause sind: Er kann warm oder kalt sein, beweglich oder vor Schreck erstarrt, lebendig und voller Ausdruck. Der Körper kann einfach nicht lügen.

Es ist eine jahrtausendealte Wahrheit, dass Körper, Geist und Seele eine Einheit bilden. Eine neue Wissenschaft, die Psychoneuroimmunologie liefert nun auch die erforderlichen Beweise. Zu diesem Thema empfehle ich das Buch „Was uns krank macht – was uns heilt” von Prof. Dr.med. Christian Schubert.

Auch Stressabläufe unterstehen dieser Einheit. Deshalb fühlen wir uns im Streit mit anderen schlecht. Die Seele will Harmonie. Aber Verlustängste haben im Laufe des Lebens so tiefe Spuren hinterlassen, dass sie uns immer wieder spontan überwältigen.

Im Stress sind alle Menschen gleich

Stress ist eine Notfallreaktion, was so viel bedeutet, dass jeder im Stress vor allem Angst hat, etwas Wichtiges oder Bedeutsames zu verlieren. Das kann das eigene Leben oder das Selbstbild sein. Auch Ideale oder die Achtung vor sich selber zu verlieren, kann sehr ängstigen. Und natürlich ist da die Angst, einen wichtigen Menschen zu verlieren.

In diesen Ängsten ähneln wir uns alle. Auch darin, im Stress über Signale aus dem „Dunkel” des Unterbewusstseins zu kommunizieren. Alte Ängste, verdrängte Erfahrungen und unklare Gefühle melden sich urplötzlich zu Wort. Aus Gründen des Selbstschutzes wurden sie über die Jahre weggesperrt. Bis es knallt!

Es gibt mehr

Emotionale Stressreaktionen sind subjektiv und für andere meist nicht nachvollziehbar. Wer sich unverstanden fühlt, gerät noch mehr in Stress. Was dann wirklich hilft ist, aktiv zu werden. Ganz gleich, ob auf körperlicher, seelischer oder mentaler Ebene – aktiv werden hilft immer.

Das ist nicht immer leicht, aber leicht umzusetzen: Erstellen Sie – am besten sofort – eine ganz persönliche Bedürfnisliste. Mit diesem roten Faden wissen Sie, was Sie brauchen und sind weniger ausgeliefert. Gut ist, sich diese Liste regelmäßig laut vorzulesen.

Im Notfall brauchen Sie einen klaren Kopf. 

Bewegen Sie sich, wechseln Sie Ihren Standort, schreiben Sie Ihre Gedanken auf und atmen Sie immer wieder tief durch.

Auch innere Ressourcen helfen Stress zu reduzieren:

  • Holen Sie sich schöne, allerschönste Erinnerungen zurück.
  • Machen Sie tiefe, konzentrierte Atemübungen mit Blick in den Himmel.
  • Erinnern Sie sich an all das, was Sie schon geschafft haben.

Dieser Artikel erläutert Hintergründe und eröffnet neue Perspektiven. Denken Sie darüber nach und probieren Sie etwas davon aus. Werden Sie aktiv.

Die Wahrheit über unterbewussten Stress ist sein Zwang, alles beim Alten belassen wollen. Sie haben die Wahl.

Die Autorin: Viktoria Hammon

ist zertifizierter Consultant Fascilitator und Stress Mediator nach Three In One Conzepts®. Seit 1999 ist sie Inhaberin der Praxis für holistisches Stressmanagement mit dem Schwerpunkt unterbewussten Stress ursächlich abzulösen. Menschen in Coachings, Workshops und auf Vorträgen zu unterstützen, ihre ursprüngliche Kraft und Vielfalt zu entfalten, gilt ihre ganze Leidenschaft.

Integrative Gesundheitsvorsorge
Viktoria Hammon
Gutenbergstr. 1 A
D-41564 Kaarst-Büttgen
Tel. 02131-5252748
mail@viktoriahammon.de 
www.viktoriahammon.de 

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